Die Geschäftswelt in Echternach: Schritte nach vorn, Schritte zurück
Echternach ist die älteste Stadt Luxemburgs und unter den Top-10-Gemeinden mit den meisten Einzelhandelsgeschäften – so zumindest die Zahlen. Doch wer durch die Geschäftsstraße im Stadtkern schlendert, sieht vor allem eines: leerstehende Geschäfte und vorwiegend Gastronomiebetriebe. Das Outlet-Projekt soll die Innenstadt wieder beleben, die Umsetzung gestaltet sich allerdings schwierig.
Tageblatt: Das Eröffnungsdatum des „City Outlet“ wurde bereits mehrmals verschoben. Wie sieht die aktuelle Planung aus?
Carole Hartmann: Die Umsetzung des Konzepts gestaltet sich schwierig – es ist schwer, Eigentümer zu finden, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Deswegen hat sich der Gemeinderat im März einstimmig dazu entschlossen, eine Art Vorprojekt in die Wege zu leiten. Geplant ist, dass ab Mai dieses Jahres 15 Geschäftsflächen während neun Monaten gemietet werden, um ein „Pop-up“-Konzept einzuführen. Dies soll quasi eine Vorstufe des „City Outlet“ sein und die Eigentümer dazu ermutigen, ihre Lokale für das zukünftige Konzept zur Verfügung zu stellen. Die „Pop-up-Stores“ werden jeweils ein bis vier Monate lang von Einzelhändlern gemietet: Aktuell sind bereits fünf Verträge unterschrieben. Das eigentliche „City Outlet“ soll dann im Frühjahr 2026 umgesetzt werden.
Von Philipp Henger (Observatoire national des PME)
Source: Tageblatt.lu

