Wenn die Innenstadt zum „Outlet“ werden soll

Über die Idee, den Stadtkern in ein „City-Outlet“ zu verwandeln, wird in Echternach schon lange diskutiert. Die Gemeinde hat bereits 1,5 Millionen Euro in das Projekt investiert. Doch ob es überhaupt Realität wird, ist fraglich. Allen voran fehlen die nötigen Geschäftsflächen.
Es ist eine touristische Führung der anderen Art. Carole Zeimetz, Gemeinderätin von Déi Gréng, begleitet Reporter.lu an einem verregneten Aprilmorgen durch die „Haler-Gaass“ in Echternach. Gleich am oberen Ende der Einkaufsstraße steht seit mehreren Jahren das ehemalige „Café St. Nicolas“ leer. Schräg gegenüber wartet auch die einstige Bäckerei „Patisserie Simon“ auf einen neuen Mieter. Diese Tendenz zieht sich durch die gesamte Straße: Geschätzt steht eines von fünf Geschäften in Echternach derzeit leer. Wenn dann doch einmal neue Mieter einziehen, sind es nur selten Einzelhändler. Oft finden sich in den Flächen im Erdgeschoss Betriebe, die nicht so recht in eine Einkaufsstraße passen wollen: eine Zahnarztpraxis, ein Nagelstudio, eine Tierarztpraxis. „Eigentlich sind wir uns in Echternach einig: Wir müssen etwas tun gegen den Leerstand. Wir fragen uns aber, ob der eingeschlagene Weg wirklich der richtige ist“, sagt Carole Zeimetz.

Source: REPORTER.LU